{"id":3143,"date":"2021-09-04T23:05:58","date_gmt":"2021-09-04T21:05:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wiralpin.de\/blog\/?p=3143"},"modified":"2021-09-28T20:56:42","modified_gmt":"2021-09-28T18:56:42","slug":"allgaeu-kierwang","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.wiralpin.de\/blog\/?p=3143","title":{"rendered":"Allg\u00e4u \/ Kierwang"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Alpen 2021<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Jahr ging es in den Allg\u00e4u. Bisher hatten wir diese Ecke immer ausgespart. Auf Grund von Corona war wieder alles recht kompliziert. Klaus Peter hat kurz vor dem Start die Lust am Testen verloren und blieb zu Hause. Jeder von uns anderen drei musste, konnte, wollte zu einem anderen Zeitpunkt anreisen. Die Wettervorhersage war denkbar schlecht.<\/p>\n\n\n\n<p>So. 29.08.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mich ging es mit dem Auto um 06:00 in Freiberg los. Gegen Mittag war ich schon in Kempten und wollte mich testen lassen. Alle Teststationen meiner Wahl waren nicht auffindbar oder geschlossen. Muss es halt so gehen. Das Auto am Rande von Oberstdorf geparkt und mit dem Touribus durch das Stillachtal zur Eschbachalpe gefahren. Von dort war mein Ziel das Waltenbergerhaus, als 4h Wanderung ausgeschrieben. In voller Regenmontour ging es steil bergauf. Es war zwar nur Nieselregen, aber der dichte Bewuchs im unteren Teil sorgte f\u00fcr die restliche N\u00e4sse. Auf diesem Anstieg habe ich niemanden getroffen und konnte mich auf das schlechte Wetter konzentrieren. Die H\u00fctte liegt auf 2085m und ist relativ neu. Auf der H\u00fctte waren vieleicht ca. 20 G\u00e4ste, aber die hatten den kompletten Trockenraum in Beschlag genommen. Die Coronaregeln wurden sehr entspannt ausgelegt. Mein Selbsttest hat gen\u00fcgt und Masketragen war freiwillig. Die Speisekarte sah vielversprechend aus. Es wurde ein sehr entspannter Abend. Ein musikalisch sehr begabtes Wanderp\u00e4rchen sorgte f\u00fcr Unterhaltung.<\/p>\n\n\n\n<p>Mo. 30.08.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Morgen war das Wetter immer noch nicht besser, eher schlechter. Die Sachen waren wieder trocken und es konnte nach einem M\u00fcslifr\u00fchst\u00fcck schon 08:30 losgehen. Mein Ziel die Rappenseeh\u00fctte war mit 5h ausgeschrieben. Die Warnungen einer gef\u00fchrten Bergwandergruppe, es liegt Schnee und der Weg ist nicht zu sehen, habe ich ignoriert. Wird schon gut gehen. Ab 2300m lag der erste Schnee und in der Bockkarscharte war alles wei\u00df. Jetzt brauchte ich neben den Regensachen auch noch die Winterausr\u00fcstung. Die Sicht ging gegen Null und der Schnee ging bis zum Knie. Der Heilbronner Weg ist in diesem Bereich ein Steig und f\u00fchrt entlang des Grates. Nach links und rechts ist relativ viel Luft. Um die Aussicht brauchte ich mich nicht k\u00fcmmern, es gab keine, daf\u00fcr war die Wegsuche um so spannender. Nach kurzer Zeit hatte ich komplett nasse Schuhe und Handschuhe. Da alles wei\u00df aussah konnte ich mich nur mit dem Handy orientieren. Nach 4h und endlichen Irrungen und Wirrungen habe ich die Rappenseeh\u00fctte erreicht. F\u00fcr mein Handy war die Tour zu viel und zu nass. Bis zum Ende des Urlaubes sollte es nicht mehr mit mir sprechen, deshalb sind die Bildauswahl und die Trackingaufzeichnungen begrenzt.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p>Von der Rappenseeh\u00fctte ging es jetzt ohne Schnee lange Strecken steil bergab. Der Weg war nicht sch\u00f6n zu laufen, er hatte machmal mehr \u00c4hnlichkeit mit einem Bach. Die letzten Kilometer ging es \u00fcber eine Asphaltstra\u00dfe zur Bushaltestelle. Der Bus brachte mich zu meinem Auto und zu trockenen Sachen. Jetzt begann der schwierige Teil des Tages. Wie kommt man ohne Handy zu einen Coronatest, wie findet man das Hotel und wie kann man kommunizieren, dass man noch lebt? Es war zwar schwierig, aber es hat geklappt. Fast zeitgleich mit Karsten habe ich das Hotel erreicht und alles war wieder gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Di. 31.08.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Wetter ist immer noch wechselhaft, deshalb haben wir beschlossen, auf eine Radtour zu verzichten und uns lieber um das Rad von Karsten zu k\u00fcmmern. In der knappen Vorbereitungszeit war er kaum zum Training und zur Materielpflege gekommen. Unter Verlust eines Schlauches konnten wir relativ z\u00fcgig einen neuen Mantel aufziehen. Das Rad war jetzt f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag startklar und wir sind zu einer Wanderung aufgebrochen. Kurz vor der Kahlr\u00fcckenalp holte uns der Regen ein. Leider war die Alp eine Jugenbegegnungsst\u00e4tte und keine Wirtschaft, so dass wir ohne Getr\u00e4nk und Essen auf den R\u00fcckweg mussen. Am Nachmittag traf auch endlich Jens im Hotel ein, was das Ende der Zirpenschnapsvorr\u00e4te einleutete. Bis zu unserer Abreise konnte dies auch nicht mehr behoben werden. Karsten legte noch ein Lauftraining ein, meines Erachtens etwas sp\u00e4t, um noch in Form zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mi. 01.09.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute ist der erste sch\u00f6ne Tag. Blauer Himmel und keine Wolke. Auf Anraten des Wirtes wollten wir den Riedbergpass von Obermaiselstein angreifen. Die ersten Meter der Auffahrt gingen noch, aber dann wurde es steil. F\u00fcr mich war ca. nach der H\u00e4lfte Schluss. Bei 7km\/h und Puls im tiefroten Bereich brauchte ich eine Pause. Jens ging es \u00e4hnlich. Irgendwann kam auch Karsten, aber er wollte nicht mehr weiter und machte kehrt, um im Tal eine Runde zu fahren. F\u00fcr uns ging es weiter bergauf. Nach der n\u00e4chsten Kurve wurde es flacher und wir konnten uns erholen. Kurz vor dem Pass noch eine steile Rampe und dann war es geschafft. Es war bestimmt nicht unser l\u00e4ngster Pass, aber bestimmt der Steilste. Jetzt ging es bergab, Jens war so gut in Fahrt, dass wir den Abzweig nach Sibratsgf\u00e4ll verpassten und ein paar extra H\u00f6henmeter fahren durften. In Sibratsgf\u00e4ll gab es endlich einen Kaffee und eine Einf\u00fchrung in die \u00f6sterreichischen Coronabestimmungen (Test auch drau\u00dfen). Von dort ging es weiter zum Rohrmossattel. Die Stra\u00dfe ist f\u00fcr Autos gesperrt und das Tal sehr sehenswert mit moderaten Anstiegen. \u00dcber Obermaiselstein f\u00fchrte die Strecke zur\u00fcck nach Kierwang zum Hotel. Streckenl\u00e4nge ca 55 km, H\u00f6henmeter ca.1250m (Die Daten stammen aus Komoot, da meine Uhr die Aufzeichnungen gel\u00f6scht hat). Karsten hatte sich inzwischen auch wieder erholt. Deshalb sind wir am Nachmittag noch zu den H\u00f6rner mit der Seilbahn aufgefahren. Viele Touristen und Nepp. Runter ging es zu Fu\u00df und mit viel Gl\u00fcck haben wir noch ein Abendbrot in einer Wirtschaft bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Do. 02.09.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Wetter noch sch\u00f6ner als am Vortag, vor allem w\u00e4rmer. Diesmal ging es zum Oberjoch. Den Einstieg zur alte steile Oberjochstra\u00dfe haben wir Gott sei Dank nicht gefunden, so ging es auf der vielbefahren Hauptstra\u00dfe mit moderatem Anstieg \u00fcber mehrere Kehren hoch zum Pass. Am Passschild zeigte Jens noch eine Slapstick Einlage im langsamen Fallen. Mensch und Maschine haben keinen Schaden genommen. Bergab f\u00fchrte die Fahrt nach Wertach. Hier fand Jens ein fast ge\u00f6ffnetes Cafe und handelte mit seinem Scharm eine Runde Kaffee aus. Die Tour f\u00fchrte weiter um den Gr\u00fcntensee, \u00fcber die R\u00f6merbr\u00fccke zur\u00fcck nach Wertach und von dort Richtung Kranzegg. Auf Anraten des Wirtes haben wir die K\u00f6nigsstra\u00dfe aus dem Programm genommen und sind in einer sch\u00f6nen langen Abfahrt \u00fcber Rettenberg nach Immenstadt gerollt. Hier gabe es eine K\u00e4seplatte zum Mittag und anschlie\u00dfend die Auffahrt nach Kierwang \u00fcber Blaiach und Ofterschwang. Nach 88km und 1100 Hm war auch dies geschafft.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Abend endete im Hotel mit viel Heuschnaps f\u00fcr Karsten und Jens .<\/p>\n\n\n\n<p>Fr. 03.09.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Tag der Abreise war immer noch sch\u00f6nes Wetter, deshalb wurde ein touristischer H\u00f6hepunkt eingeschoben. Die Breitachklamm. Erstaunlich, wie viele Menschen schon gegen 09:00 auf Wanderung gehen. Wir f\u00fchlten uns jedenfalls nicht einsam und konnten uns auch nicht verlaufen. Auf einem gut ausgebauten Weg ging es in der schmalen Klamm bis zur \u00f6sterreichischen Grenze und wieder zur\u00fcck. Nach einem Kaffee begann die Heimfahrt. Trotz&nbsp; Freitag sind wir alle gut durchgekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Meinem Handy geht es nach einem Reisbad wieder richtig gut, leider sind die Daten aus der Uhr abhanden gekommen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alpen 2021 Dieses Jahr ging es in den Allg\u00e4u. Bisher hatten wir diese Ecke immer ausgespart. Auf Grund von Corona war wieder alles recht kompliziert. 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