{"id":2422,"date":"2017-06-23T10:49:33","date_gmt":"2017-06-23T08:49:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wiralpin.de\/blog\/?p=2422"},"modified":"2017-06-23T10:49:33","modified_gmt":"2017-06-23T08:49:33","slug":"stralsund-501","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.wiralpin.de\/blog\/?p=2422","title":{"rendered":"Stralsund 501"},"content":{"rendered":"<p>Hallo Radsportfreunde,<\/p>\n<p>nach meiner 300 km Tour im letzten Jahr bei\u00a0der Mecklenburger Seenrunde brauchte es in diesem Jahr eine neue Herausforderung. Nach einigen Recherchen<br \/>\nfanden wir etwas passendes. wir das sind mein Bruder<br \/>\nOlaf und mein\u00a0Freund Fred. Seit dem Jahr 2000 gibt es<br \/>\ndie Tour de Ostsee. Jedes Jahr wird in Leipzig zu einem<br \/>\nanderen Ziel\u00a0an der Ostseek\u00fcste gestartet. Ziel ist es, an einem Tag gemeinsam den Zielort zu erreichen.<\/p>\n<p>Am Samstag, den 17.06.17 war es soweit. Ca. 100 Radver\u00fcckte versammelten sich um 01.30 Uhr auf dem<br \/>\nAugustusplatz in Leipzig. Dort wurde sich eingeschrieben und wir bekamen die Teilnehmertrikos.<br \/>\nP\u00fcnktlich um 02.30 Uhr ging es los. \u00dcber Taucha, Eilenburg und Torgau ging es bis Herzberg zur ersten Pause. Die Nacht war kalt und trotz hohem Tempo wurde mir nicht w\u00e4rmer. Nach 20 min. Ging es weiter \u00fcber Dahme, Golsen, Halbe bis nach Bugk. Dort war nach 170 km die zweite kurze Pause. Ich fror immer noch und zog mir noch zwei Trikos \u00fcber. Das Tempo war hoch und so hatten wir den Pausenort schon um<br \/>\n08.20 Uhr erreicht. Die Verpflegung war bestens und die Stimmung durch die Musik aus dem F\u00fchrungsfahrzeug super. Der ein\u00a0oder andere Teilnehmer hatte mit dem hohen Tempo zu k\u00e4mpfen,<br \/>\nmir tat einfach nur der A&#8230;.. weh.<\/p>\n<p>Auf zum dritten Teilst\u00fcck \u00fcber Storkow, F\u00fcrstenwalde,<br \/>\nM\u00fcnchenern bis Pr\u00f6tzel. Endlich die ersehnte Mittagspause. Die Sonne kam hervor und es gab Nudeln satt! Da hatten wir schon 230 km geschafft!<\/p>\n<p>Nach einer Stunde Pause sind die Knochen doch recht steif und so langsam w\u00fcrde es ernst. Hatte uns der Wind bisher eher ein wenig unterst\u00fctzt, so kam er bald<br \/>\nsehr kr\u00e4ftig von vorn und zeriss mehrfach die lange Schlange des Feldes. Gut das starke Fahrer es immer wieder schaften, die Gruppen zusammen zu f\u00fchren.<br \/>\n\u00dcber Hohenfinow, Eberswalde und Britz wurde Boitzenburg angesteuert. Seltsamerweise waren jetzt<br \/>\nalle Schmerzen verflogen und ich konnte mich mit Olaf<br \/>\nin der Spitzengruppe einreihen.\u00a0Fred fuhr immer ganz hinten und musste aufpassen, dass er den Anschluss nicht verpasste. Uns wurde klar, dass der eng gesteckte Zeitplan\u00a0nicht zu halten war, zumal wir an einer geschlossenen Bahnschranke warten mussten und es ungeplante Umleitungen gab. Der Wind hatte Spa\u00df daran, und jeden Meter k\u00e4mpfen zu sehen. Die Kaffeepause tat gut und es waren ja schon 330 km bew\u00e4ltigt.<\/p>\n<p>Nun aber weiter, sonst\u00a0schaffen wir es nicht mehr bei Tageslicht. \u00dcber Golmnitz, Woldegk und Friedland bis Drewelo sollte es gehen. 20 km vor der Pause erwischte es Olaf mit einem platten Reifen. Da blieb nur der Bus bis Drewelo um dort den geklebten Reifen zu wechseln. 400 km waren geschafft und man sah den meisten die Strapazen im Gesicht schon an. Der ein oder andere sa\u00df im Bus , aber nur eine Hand voll.<br \/>\nNochmal essen und trinken sowie Proviant fassen und<br \/>\ndann auf zur letzten schweren Windetappe. Jetzt hatte der Wind kein Erbarmen mehr . B\u00f6en zerrissen die Truppe im wieder und so mussten wir vorn doch etwas einbrechen. Entzog, Grimmen und Techenhagen stand auf den in der D\u00e4mmerung d\u00fcsteren Ortsschildern. 40 km vor dem Ziel dann tiefer Rollsplitt auf der Fahrbahn.<br \/>\nDirekt zwischen Olaf und mir riss es 6 Fahrer und eine Fahrerin zu Boden. Weiterfahren war angesagt, der Sani k\u00fcmmert sich um die Gest\u00fcrzten\u00a0Zum Gl\u00fcck gab es &#8222;nur&#8220; tiefe Sch\u00fcrfwunden, keine Br\u00fcche. Mir war ganz flau im Magen, dass war echt nicht sch\u00f6n .<br \/>\nLangsam wurde es dunkel und man merkte, dass alle das Ziel herbei sehnten. Das Tempo wurde im h\u00f6her und die Gruppe immer wilder. Ein geschlossener Bahn\u00fcbergang sorgte letztlich daf\u00fcr, das die Gruppe wieder vereint wurde und wir nach 501 km um 22.30 Uhr unser Ziel, die Jugendherberge Stralsund erreichten. Ein Gef\u00fchl tiefer Erleichterung und stellte sich ein und alle waren sichtlich stolz auf das Geleistete. Nach einer letzten Mahlzeit, der Zimmer\u00fcbergabe und einer lang ersehnten Dusche hatten wir Probleme das ersehnte Feierabendbier zu besorgen. Es gelang uns schlie\u00dflich ein Sixpack aufzutreiben und nach einer Flasche fielen wir sofort in komat\u00f6sen Tiefschlaf. 17 h auf dem Rad, die \u00fcber 3.000 H\u00f6henmeter, die 500 km Landstra\u00dfe saugen dir wirklich alles aus dem K\u00f6rper. Nur zur Info: ich habe auf der Strecke 11 Bananen, 7 belegte Br\u00f6tchen, 2 St\u00fcck Kuchen, eine Portion Nudeln und diverse M\u00fcsliriegel verdr\u00fcckt.<\/p>\n<p>Solch eine lange Fahrt ist etwas ganz anderes als ein Radrennen mit Spitzenbelastung. Es erfordert hohe Konzentration \u00fcber viele Stunden und der Kopf ist gefordert. Vielleicht geht noch mehr!? Bestimmt geht noch mehr! Vielleicht mach ich es noch einmal!? Bestimmt mach ich noch einmal mehr!<\/p>\n<p>Jetzt ist genug geschrieben, ich \u00f6le jetzt meine Kette und freue mich auf meine n\u00e4chste Tour!<\/p>\n<p>Euer Greg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo Radsportfreunde, nach meiner 300 km Tour im letzten Jahr bei\u00a0der Mecklenburger Seenrunde brauchte es in diesem Jahr eine neue Herausforderung. Nach einigen Recherchen fanden wir etwas passendes. wir das sind mein Bruder Olaf und mein\u00a0Freund Fred. 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